Deine Daten. Dein Netz. Ihre Politik? DNP’12

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Im Netz bin ich ein alter Hase. Trau’ ich mir ohne viel Federlesens zu sagen. Alter Hase. Naja, so alt auch wieder nicht. 1996. Aktuell war da Netscape Navigator 2.0.2. Internet Explorer 3 war gerade erst mit Windows 95 unter die Bettdecke geschlüpft. Der (erste) Browser-Krieg ging erst ein Jahr später los. Das Netz alias ARPANET gibt es seit 1969. Ich war da nur in Form meiner Eizelle präsent: ich hab’ noch eine Zahlendrehung abgewartet. 1996. Das Netz war der wahrgewordene Traum der großen Freiheit. Die Nutzerzahlen waren gerade noch zu klein, um wirtschaftlich relevant zu sein. In Österreich war BTX zwar noch am Laufen – aber viel gab es da nie zu sehen. Ich träumte von einem magnet-Zugang, dann bin ich an die WU gegangen; nur wegen des Internet Zugangs, den hat die WU als erste Universität in Wien allen Neuinskripenten sofort zur Verfügung gestellt. Studiert habe ich was anderes, Publizistik und Philosophie. IRC war neu, also in, und wir saßen in den Computersälen verstreut und haben nicht geredet, sondern endlich ordentlich tippen gelernt. #Austria. Ich hatte das Gefühl, das war unser Ding, das Netz; Keiner kann uns das wegnehmen. Das Urheberrecht haben wir in Vorlesungen gelernt und uns manchmal daran gehalten: man kannte sich ja; oder auch nicht: man konnte ja nicht alle kennen. Konsequenzen hat es nicht wirklich gegeben; es war nicht gerade leicht, irgendetwas zu finden. In den letzten 15 Jahren hat sich das Netz grundlegend gewandelt: Vom Avant Garde-Medium zum gesellschaftlich mehrheitsfähigen (drei Viertel der Bevölkerung) Informations-, …

Schwierigkeit mit den Einheiten

adminGedanken, Netz, Tippfehler Leave a Comment

Die Mercer-Studie ist zwar schon ein Weilchen her, aber das Netz vergisst bekanntlich nicht. Ich auch nicht, wenn ich mal einen Fehler gefunden (und den Link gespeichert) habe. Die Korrektur von Fehlern interessiert im heutigen Medienbetrieb ja niemanden, weshalb es vollkommen ausreicht, den Link zu speichern und nicht sofort einen Screenshot anzufertigen. Die Meinung, es gäbe nichts älteres als die Zeitung von gestern, wird halt eins zu eins ins Web übertragen. Von Internet-Medienkompetenz ist es bei dieser Übertragung einer Überlegung, die für ein gedrucktes Medium angestellt wurde, dann aber nicht weit her. Während die Zeitung von gestern im Mistkübel oder in der Nationalbibliothek landet und damit dem unmittelbaren Zugriff entzogen wird, bleibt der Zugriff im Netz halt – leider, leider – bestehen. Laufende Korrekturen des Archivs wären für die Vermeidung immerwährender elektronischer Häme halt unabdingbar. In diesem Fall ist der folgende Satz zum Wiener Klimaschutzprogramm, kurz Klip, der Höhepunkt des Standard–Artikels: „Ein Ziel war, bis 2010 jährlich 2,6 Tonnen CO2-Äquivalent einzusparen. Bereits im Jahr 2007 wurde eine Reduzierung um 2,9 Tonnen erreicht.“ Wenn sich die Stadt Wien im Rahmen ihres Klimaschutzprogrammes tatsächlich die Reduzierung von 2,6 Tonnen CO2-Äquivalent vorgenommen hätte, und nicht die von 2,6 Millionen Tonnen, dann hätte das Klimaschutzprogramm wahrscheinlich zu einem bedeutend höheren Medienaufkommen geführt, als es das tatsächlich getan hat.

Musings on the Future of Digital Media – Software or Being connected

adminComputer, Gedanken, Hardware, Medien, Netz, Software Leave a Comment

This is the third and last part of my series concerning my ideas on the future of digital media. After discussing the ’net in the first and the hardware to get access to it in the second installment, i will now try to cover the software part of connectedness. I have disabled comments for this post. For discussion of this and the other two related articles, please head over to wbf2010.at. Reopened comments. Software After having successfully established the possibility of getting connected with everybody at all times, software defines all functionality building upon this universal connectedness. Software tries to inscribe specific usage scenarios into itself, but it has to be continuously adapted because of users utilizing the software in ways not intended by it’s programmers in the first place. The way of the connected masses will always stretch the limits of published software, just as the connected few are the most powerful group structure for the basic innovation of functionality in the first place. Since all software is written in structured programming languages, written pieces of software should be treated like every other wirtten piece in every other language, especially when it comes to patenting. Therefore, software should be treated only by copyright laws and not by patenting laws. Social Media Social Communications and Collaboration is considered one of the top 10 strategic technologies for 2011 by Gartner. As such, it was not the hardest prediction to make, since Facebook now captured half a billion people, of which 50% log …

Musings on the Future of Digital Media – Hardware or Getting connected

adminComputer, Gedanken, Hardware, Medien, Netz, Software

Within the second part of my series on ideas regarding the future of digital media, i will try to take a deeper look on the hardware side of all things connected. In the first part, i have defined the internet as a digital universal transmission platform, which Kevin Kelly views as the ultimate machine mankind has ever built. Being connected to the ’net is imperative already and the pressure to be always on will become even stronger. But with what kind of device and for what purpose are we gonna be connected? Classifying Devices For the moment, four specific always connected device classes are to be defined: Phones Tablets Laptops Desktops These four classes can be parallelized in parts by a categorization provided in this article by Mark Segal on O’Reilly Radar. He defines devices by their portability as Wearables Pocketables Bagables Portables Wearables are smaller than phones – at least for the moment – and desktops no longer portable. Desktops could be considered as moveable. The less portable a device gets, less people will own one of these devices, as usage scenarios of Portables or Non-Portables will become more and more specialized. According to Gartner, 1.2 billion mobile phones were sold in 2009. Compared to the 306 million computers (laptops and desktops combined), portability has already won by far over functionality, but the latter is moving fast into the former. Individualization Additional individualization of entertainment will be driven by devices like tablets. Everyone can view the content she or he …

Musings on the Future of Digital Media – Internet or Establishing connections

adminComputer, Gedanken, Hardware, Medien, Netz, Software

It’s been quite a while now since Richie Pettauer announced the World Blogging Forum 2010 in Vienna, Austria and provided the conference topic: „The Future of Digital Media“. Since this topic gives a multitude of opportunities to express my own thoughts on how digital media will develop or evolve in the near future, i want to do just that within this three part series of posts. The second part will cover my thoughts on the development of hardware to access the net, the third part will discuss the topics of social media and blogging. As this article is to be seen in conjunction with the World Blogging Forum, i’ll use English as the lingua franca for this post, as English will be the main communication language for all participants at the WBF or in the adjacent online discussions. And since this is the case, please accept my apologies, my English got a bit rusty lately. I have disabled comments for all three posts. For discussion of all three articles, please head over to wbf2010.at. I have reopened comments on all the articles again, since WBF2010 has come and gone and centralized discussion is no longer of utmost importance. Please always read „In my humble opinion“ in front of every sentence. What is to be defined as digital media? To talk about digital media is to talk about media in general. Mass media is in the process of being broadcasted digitally only, the internet never new a state other than that …

Welche Perspektiven haben Frauen beim AMS?

adminPolitik 1 Comment

Das Arbeitsmarktservice bietet eine Broschüre für Frauen an, um den Wiedereinstieg nach einer Kinderkarenzzeit zu planen. Der sprechenden Titel: „Perspektive Beruf – Ein Arbeitsheft für arbeitslose Frauen zur Planung des Wiedereinstiegs nach der Karenz“. Die Gestaltung, von lieblos wage ich da jetzt gar nicht zu sprechen, entspricht dem, was ich mir vom Arbeitsamt erwartet hätte. Was mich aus der Fassung gebracht hat, waren die beiden Schwarz-Weiß-Bilder, die das Cover so treffend zieren. Welches Frauenbild wird denn da vermittelt? Links die glückliche Mutter, die ihrem genauso strahlenden Kind ein gesundes Essen zubereitet und rechts die verzweifelt in den Computer gaffende Büroangestellte? Meinen die Herausgeber der Broschüre, dass die Frau von heute doch lieber noch zu Hause bei ihrem Kind – oder noch besser ihren Kindern – bleiben soll oder auf diesem Weg der Frau von heute mitzuteilen, dass ein Beruf heutzutage schon sehr fordernd wäre und man sich das mit dem Arbeiten gehen nicht doch noch mal überlegen möchte? Vom Arbeitsmarktservice, dass einen nicht unbedeutenden Faktor in der Arbeitspolitik darstellt, hätte ich mir da etwas mehr erwartet. Im Übrigen ist der Inhalt der Broschüre gar nicht so schlecht, um sich seine Perspektiven und Ideen zu fokussieren und seine Möglichkeiten abschätzen zu können. Für diesen Zweck ist die Broschüre eigentlich für jeden geeignet.

MacJournal testen

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Ich muss zugeben, ich habe viel zu lang nichts mehr geschrieben. Drei Monate. Tststs, würden da manche sagen. Um mir das Posten einfacher zu machen, bin ich auf der Suche nach Möglichkeiten, wie das ohne den ständigen Zugriff auf das Backend von WordPress möglich sein könnte. Bei lokal laufender Software bin ich auf MacJournal von Mariner Software gestoßen, ein „kleines“ Programm, das alles verspricht, was eine Blogging-Software benötigen könnte. Jetzt bin ich mal am ausprobieren. Wenn es hält, was es so verspricht, kommt demnächst ein etwas längerer Bericht zu dem Tool. Dieser kurze Eintrag dient vorwiegend dazu, zu testen, wie das Programm und WordPress zusammenspielt.

Geld auf Pump für Bildung

adminGedanken, Politisches, Universtiät, Visualisierung Leave a Comment

Ich bin ein strikter Gegner von Studienkrediten. Der Zugang zur höheren Bildung, zum dritten Bildungsweg, darf nicht durch monetäre Mangelerscheinungen begrenzt werden. Mindestanforderungen für Studien zu definieren, was die diskutierten Zugangsbeschränkungen im Grunde ja hinterrücks erledigen, halte ich für prekär, da diese ja durch die Matura gewährleistet werden sollten. Man kann argumentieren, dass die wieder geforderte Einführung von Zugangsbeschränkungen den Gymnasien die Bildungsqualifikation abspricht. Perfide, hat man im Hinderkopf, wer das fordert und wen die Lehrer als gewerkschaftliche Vertreter vor nicht allzu langer Zeit gewählt haben. Österreich hat traditionell eine international geringe Akademikerquote – wobei der Quotenvergleich ob der unterschiedlichen Bildungspflichten für bestimmte Berufszweige in verschiedenen Ländern etwas hinkt, ganz besonders im Unterrichtswesen. Mehr Studenten wären gewünscht. Aber zu welchen Kosten? Bei Wallstats habe ich die Grafik „Student Loans by the Numbers“ entdeckt, die den Ablauf und das Wesen von Studienkrediten in den USA charakterisieren. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die Zahlen zu überprüfen, gehe aber davon aus, dass sie korrekt sind. Der Auftraggeber der Grafik, College Scholarships, scheint seriös. Die durchschnittlichen Kosten der Semestergebühren an Privatuniversitäten für einen Bachelorabschluss werden mit $148.454 angegeben. Das ist im Hinblick auf das, aufgrund der Ausbildung um etwa $800.000 höhere, Lebenseinkommen, der Bildungsertrag, eine gute Investition. Das Fakt, dass 28% der KreditnehmerInnen wegen des Kredites und der daraus folgenden unsichereren finanziellen Lage nach dem Abschluss das Kinderkriegen nach hinten verschieben und damit unter Umständen ganz auf Kinder verzichten, halte ich für demografiepolitisch problematisch. Der Bildungsertrag in Österreich beträgt laut der OECD …

Ein Tablett voll Apfel

adminApple, Computer, Hardware, Kommentar, Medien, News, Software 4 Comments

Nach Jahren der Gerüchteküche und des Geredes und nach noch mehr Jahren, seit die Idee des Tablet Computing geboren wurde, hat Apple mit seinem iPad ein Gerät dieser Kategorie auf den Markt gebracht. Dass mit diesem Gerät die Idee des Apple Newton und damit des Pen Computing nicht wieder auflebt, obwohl die äußere Form ähnlich ist – im wesentlichen ein Touchscreen und sonst nichts – ist durch die divergenten Eingabeparadigmata leicht erkennbar. Insofern blieb Steve Jobs seiner Ankündigung aus 2004 treu, den Newton nicht wieder zu beleben. Ich habe eine erkleckliche Anzahl von Artikeln der letzten paar Tage gesammelt (siehe unten) und bin nicht überrascht ob der vielen negativen Reaktionen speziell die Funktionen und Ausstattung des Gerätes betreffend. Was da alles in der Gerüchteküche gebrodelt hat, muss diese Art Rückschlag verursachen. Eine überhitzte Medienschlacht an Meinungen und jede Menge gezielt (?) gestreuter Informationen kann nur eine ungenügende Erfüllung der überzogenen Erwartungen zur Folge haben. Vielfach wurde der Mangel an Schnittstellen, die fehlende iSight, das iPod-Betriebssystem, kein Flash-Support, begrenztes Multitasking und der Name kritisiert. Ist die Kritik gerechtfertigt? Kommt ganz auf den Standpunkt an. Wunschliste Ich hatte genauso wie alle meine Wünsche an das Apple Tablet. Die wesentlichsten davon waren: hohe Portabilität bei größtmöglichem Bildschirm hohe Bildqualität in jeder Betrachtungs- oder Beleuchtungssituation ein ausgefeilter PDF-Reader mit allen in Acrobat zur Verfügung stehenden Notizfunktionen – ich lese Text für gewöhnlich nicht nur, sondern kommentiere ihn ständig. Meine Bücher sind übersäht mit PostIts… eine sinnvolle Textverarbeitung einfache Texteingabemethoden Kompatibilität mit der bestehenden iPhone-Software …

Altern

adminErnährung, Forschung, Gedanken Leave a Comment

Es gibt zwei diskutierte Möglichkeiten, mit dem Alter umzugehen. Einerseits, das Altern anzunehmen und seinen Lebensstil so anzupassen, Körper und Geist über einen möglichst langen Zeitraum auf der Höhe seiner Möglichkeiten zu halten, oder das Altern zu eliminieren. Dan Buettner definiert in seinem Vortrag bei TED 9 Ernährungs- und Lebensregeln, die ein agiles Altwerden ermöglichen. An der Spitze der Pyramide steht Bewegung unter dem Schlagwort „Move naturally“. Zu Fuß gehen, arbeiten, Rad fahren und ähnliche Aktivitäten, die am besten täglich durchgeführt werden. Die nächste Ebene definiert den „Right Outlook.“ Ein Ziel im Leben haben, etwas, wofür es sich aufzustehen lohnt in der Früh, ohne aber in Stress auszuarten. 15 Minuten Entspannung am Tag kann nach Buettner auch nach einem stressigen Tag Wunder bewirken. Bewusste Ernährung stellt die nächste Ebene, und die letzte Ebene ist mit „Connect“ betitelt, einem aktiven Zusammenleben, der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, in die man sich laufend einbringen kann. Aubrey de Grey (SENS Foundation) ist der Meinung, das Altern wie jede Krankheit zu behandeln ist, dass Altern eine andauernde Veränderung der Zellstruktur des Menschen durch dessen eigenen Metabolismus darstellt und dass in diesen Veränderungsprozess eingegriffen werden kann, um Zellen ihre Jugend wiedergeben zu können. Dan Buettners Regeln sind in meinen Augen erstaunlich einfach und klar umrissen, seine Beispiele stammen alle aus „Blue Zones“, Gegenden oder Gemeinschaften, in denen durch ein zufälliges? Zusammentreffen der meisten dieser Faktoren eine Gruppe von sehr alten Menschen lebt und der Altersdurchschnitt bzw. die Lebenserwartung bedeutend höher ist als in anderen Regionen eines …