DNP13: Innere Sicherheit in Europa

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Die Europäische Union hat schon sehr früh erkannt, dass die Zusammenarbeit auch im Bereich der inneren Sicherheit gewinnbringend ist und im Laufe der Jahrzehnte ein umfangreiches Vertragswerk geschaffen, das sich entweder explizit damit beschäftigt, oder dieses am Rande erwähnt. Ein Überblick und eine Kritik von Alexander Sander im Rahmen des DNP13.

ACTA, das Urheberrecht, die EU und das Internet

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Der Kongress Daten.Netz.Politik 2012 hat gestern Mittag begonnen mit einer Podiumsdiskussion zum Kernthema der Veranstaltung: Wie beeinflusst das bestehende Urheberrecht den Umgang mit den Möglichkeiten des Internets, was kann oder sollte man tun, um geltendes Recht an den bestehenden digitalen Rahmen anzupassen, was ACTA damit zu tun gehabt hat und warum CETA ein genauso großes Problem darstellt. Am Panel waren der Moderator Markus Stoff, MEP Eva Lichtenberger von den Grünen, der fraktionslose MEP Martin Ehrenhauser, leider nicht die MEP Evelyn Regner, die kurzfristig abgesagt hat, Marie Humeau von European Digital Rights und ein virtueller MEP Othmar Karas, dessen Videobotschaft als Antithese die Diskussion eröffnet hat. Für Karas stellt die Idee hinter ACTA grundlegend kein Problem dar, dass ein Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen Waren aller Art vor Fälschungen schützen möge. Er sieht das Grundkonzept als sinnvoll, da durch Produktfälschungen erheblicher monetärer Schaden entsteht, wie auch das Vertrauen der Bevölkerung an der Echtheit der Waren schwindet. Ein starkes Urheberrecht stärkt die Wirtschaft, sagt Karas und sieht die Aufgabe der EU darin, Unternehmen und KundInnen zu schützen. ACTA hätte zu diesem Schutz einen Beitrag geleistet. Arbeitspläze werden dadurch geschaffen, dass das Urheberrecht stringent ist, sagt Karas. Das Scheitern der Vorlage sieht er als die Chance, das Urheberrecht besser zu gestalten und die individuellen Rechte, seien es jene natürlicher Personen oder Rechtspersonen, zu schützen. Eine neue Lösung soll hier angestrebt werden, die auch Transparenz verordnet. Lichtenberger bringt ein wesentliches Argument gegen eine übergreifende rechtliche Lösung zur Produktpiraterie: fehlende Differenzierung. Kann ich physisches, materielles und geistiges Eigentum gleich …

Ein Tablett voll Apfel

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Nach Jahren der Gerüchteküche und des Geredes und nach noch mehr Jahren, seit die Idee des Tablet Computing geboren wurde, hat Apple mit seinem iPad ein Gerät dieser Kategorie auf den Markt gebracht. Dass mit diesem Gerät die Idee des Apple Newton und damit des Pen Computing nicht wieder auflebt, obwohl die äußere Form ähnlich ist – im wesentlichen ein Touchscreen und sonst nichts – ist durch die divergenten Eingabeparadigmata leicht erkennbar. Insofern blieb Steve Jobs seiner Ankündigung aus 2004 treu, den Newton nicht wieder zu beleben. Ich habe eine erkleckliche Anzahl von Artikeln der letzten paar Tage gesammelt (siehe unten) und bin nicht überrascht ob der vielen negativen Reaktionen speziell die Funktionen und Ausstattung des Gerätes betreffend. Was da alles in der Gerüchteküche gebrodelt hat, muss diese Art Rückschlag verursachen. Eine überhitzte Medienschlacht an Meinungen und jede Menge gezielt (?) gestreuter Informationen kann nur eine ungenügende Erfüllung der überzogenen Erwartungen zur Folge haben. Vielfach wurde der Mangel an Schnittstellen, die fehlende iSight, das iPod-Betriebssystem, kein Flash-Support, begrenztes Multitasking und der Name kritisiert. Ist die Kritik gerechtfertigt? Kommt ganz auf den Standpunkt an. Wunschliste Ich hatte genauso wie alle meine Wünsche an das Apple Tablet. Die wesentlichsten davon waren: hohe Portabilität bei größtmöglichem Bildschirm hohe Bildqualität in jeder Betrachtungs- oder Beleuchtungssituation ein ausgefeilter PDF-Reader mit allen in Acrobat zur Verfügung stehenden Notizfunktionen – ich lese Text für gewöhnlich nicht nur, sondern kommentiere ihn ständig. Meine Bücher sind übersäht mit PostIts… eine sinnvolle Textverarbeitung einfache Texteingabemethoden Kompatibilität mit der bestehenden iPhone-Software …

10 Punkte

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Michael Moore hat in einem 10 Punkte Programm gefordert, dass der amerikanische Staat als nunmehriger Mehrheitseigentümer von General Motors, ähnlich wie im zweiten Weltkrieg, die Produktion umstellen soll. Damals sind innerhalb weniger Monate statt PKWs Panzer und Flugzeuge vom Band gelaufen. Heute wären es, ginge es nach Moore, neben Hochgeschwindigkeitszügen japanischer Prägung hauptsächlich Windräder und Photovoltaikzellen. So unrealistisch die Forderung ist, ist sie voll von jenem verwegenen Skeptizismus, den Moore als Dokumentarfilmer so bekannt gemacht hat. Eigenlich die richtige Lösung. Wäre nicht das Problem der Umsetzung und dem Fakt, dass Panzer im 2. WK unglaublich viel einfacher zu konstruieren waren als Photovoltaikzellen und Hochgeschwindigkeitszüge heute. Goodbye, GM by Michael Moore

Bewusstseinsschärfung

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Man tut gewisse Sachen nicht. Was man so alles nicht zu tun hat, wird einem meist von den aufgebrachten Erziehungsberechtigten mehr oder weniger eindrucksvoll als Kind oder Heranwachsender klar gemacht. Wenn man diese Sachen doch tut, und man tut diese Sachen dann noch an einem öffentlichen Ort, und wenn er auch virtuell ist, wird man nahezu immer erwischt. Das sollte man als Web-Entwickler immer im Hinterkopf behalten. Die Abkürzung von „Frequently Asked Questions“ verballhornt sich sehr leicht und sehr angenehm in eine bestimmte Richtung. Das ist lustig. Für Web-Entwickler. Nachdem die IG Alpbach Wien darüber in Kenntnis gesetzt wurde, wurde die Verballhornung noch am gleichen Tag (19.3.2009) entfernt. In dem mir vorliegenden E-Mail hat man von „unangenehm“ und „schlechten Scherz“ gesprochen. Den Blindtextersatz finde ich nicht angemessen oder angebracht. Ein Text, der sinngemäß wiedergibt, dass die FAQ’s zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden, ergänzt um die Möglichkeit der unmittelbaren Kontaktaufnahme, wäre angebrachter gewesen und hätte den Besucher der Webseite nicht leicht verärgert zurückgelassen. Die FAQ’s wurden inzwischen nachgereicht. Die Screenshots wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Und ich habe fast schon zu viel Gras darüber wachsen lassen. IG Alpbach Wien

Beschützte steirische Eiche

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Ich habe diesen Satz gelesen: „Flughafen-Fahrzeuge und Polizisten versuchten Schwarzenegger beinahe abzudecken, um ihn vor den Fotografenfotos zu schützen.“ Dann musste ich nachdenken. Wurde Arnie von Flughafen-Fahrzeugen und Polizisten in die Enge getrieben, um ihm den Garaus zu machen? Immerhin wollten sie ihn ja abdecken. Das macht man zwar nur mit Tieren, aber in seiner Jugend hatte der Gouvernator ja eine ähnliche Statur. War es lediglich ein Versuch, der gestartet wurde? Oder standen tatsächlich Flughafen-Fahrzeuge und Polizisten herum, und versuchten, ihn abzuschirmen? Die Fotografenfotos sind eine gelungene Wortschöpfung. Nur was ist jetzt gemeint? Die Fotos, die Fotografen (Was machen die sonst?) geschossen haben oder die Fotos, die von Fotografen (Was machen die sonst?) geschossen werden? Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht sind auch jene Fotos gemeint, die Fotografen beim Fotografieren von Fotografen zeigen. Was versucht uns dieser Satz nun zu sagen? Während Fotografen Fotografen fotografieren, wird der Gouverneur von Kalifornien von Flughafen-Fahrzeugen und Polizisten auf Leib und Leben bedrängt. Ja. Das ist es. Kurier Schwarzenegger besucht seine Heimat

Durchgelesen?

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Ich bin der Meinung, dass man jeglichen Text, den man in der einen oder anderen Form veröffentlicht und man damit mehr als einer Handvoll ausgesuchter Personen zumutet, durchlesen sollte, bevor man genau dies tut. Das gilt natürlich auch für Blogposts. Das Durchlesen sollte – im Fall eines Blogposts – direkt nach dem Schreiben und vor dem Veröffentlichen erfolgen. Nicht in umgekehrter Reihenfolge. Und man sollte dabei über die erste Zeile hinaus Korrektur lesen. Man kann ja nie wissen, wo sich ein Fehler eingeschlichen hat. Eine Zeile wie jene: „Das Land will mehr Strom mit Windanlagen zur Verfügung produzieren“, bei der Wolfgang Pomrehns Finger langsamer als seine Gedanken waren, würde dabei entdeckt und der Schreiberling könnte sich entscheiden, welcher Formulierung er den Vorzug geben möchte: „Das Land will mehr Strom mit Windanlagen produzieren.“ oder: „Das Land will mehr Strom mit Windanlagen zur Verfügung stellen.“ Man könnte natürlich sagen, er überlässt diese Entscheidung jetzt dem Leser. Ich kann auf diese Entscheidung verzichten.

Der Klima-Mann hat zugeschlagen

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In Shadowrun-Manier, berichtet der Guardian und kommentiert Telepolis, ist ein unerschrockener Kämpfer gegen übermäßigen CO2-Ausstoß in eines der größten und bestbewachten britischen Kohlekraftwerke in Kingsnorth eingedrungen und hat einen 500-Megawatt Reaktor abgeschalten. Damit hat er den Briten ein besonderes klimagerechtes Weihnachtsgeschenk bereitet, denn die Aktion reduziert, laut Guardian, den CO2-Ausstoß des gesamten Landes um 2%. Auch wenn das Vorgehen nicht rechtens ist, verdient er damit meine Bewunderung. Der Umstieg auf klimaneutrale Stromproduktion muss entschieden rascher erfolgen, wie auch jede Investition in neue Kohlekraftwerke in Europa untersagt gehört. The Guardian No new coal – the calling card of the ‚green Banksy‘ who breached fortress Kingsnorth Telepolis ENews Abenteuerspielplatz Kohlekraftwerk