[Trigami-Review] Mac-User sind nicht gewöhnt, eine großartige Auswahl zu haben, wenn es darum geht, ihr Handy direkt auf ihrem Computer verwalten zu können. Seitdem Apple die Möglichkeit entfernt hat, SMS via Bluetooth aus dem Adressbuch zu verschicken, gibt es von Apple nur noch iSync. Das wiederum ist funktionell auf den Datentransfer zwischen Mac und Handy beschränkt. Über EmitSMS kann man zwar relativ einfach SMS senden, aber unter verwalten stelle ich mir etwas anderes vor. „Und wie bekomme ich meine Bilder, kurzen Videos, Musikdaten von und zu meinem Telefon?“ könnte man sich fragen. „Es ist alles furchtbar kompliziert“, ist man versucht, mit Fred Sinowatz ausrufen. So wie das Zitat nicht hundert Prozent richtig ist, ist auch das Problem nicht unlösbar. Christian hat mir vor kurzem FoneLink gezeigt und eine kurze Einführung gegeben. Ich war schon begeistert, dann bekam ich über Trigami das Angebot, einen Review über FoneLink zu schreiben. Die Möglichkeit konnte ich mir nicht nehmen lassen. Ich habe das Progamm im Zusammenspiel mit (m)einem Motorola RAZR v3 getestet, ein Telefon, das laut Kompatibilitätsliste von FoneLink alle Features des Programms über Bluetooth unterstützt. FoneLink stellt eine integrierte Oberfläche zur Verwaltung eines oder mehrerer Mobiltelefone zur Verfügung. Unter Verwaltung versteht FoneLink einen Dateibrowser, einen Organizer (Kalender mit SMS-Verwaltung), ein Media Center sowie Time Tunnel, die in Anlehnung an Time Machine benannte Backup-Funktion. Dateiverwaltung Der Mobile Finder bietet Zugriff auf alle Dateien, die sich am Mobiltelefon finden. Mit der Aufteilung in Music, Pictures, Videos und Ringtones sind alle für ein Telefon wesentliche Datentypen …
Na endlich
Es hat gedauert, bis das Gerücht endlich Bestätigung gefunden hat. Ab 11. Juli gibt es das iPhone 3G, glücklicherweise auch in Österreich. Die Features sind ungefähr das, was man sich im Allgemeinen erwartet hat. Den Preis habe ich nicht erwartet. Sonst auch niemand, denke ich. Ich kann den Preis noch immer nicht ganz glauben. Leider gibt es noch keinen offiziellen Verkaufspreis für Österreich, außer der Ankündigung von One, Details übermorgen, am 12.6., zu veröffentlichen. Wenigstens ist damit das iPhone-Monopol von T-Mobile in Österreich gefallen. Möge der Ansturm der Massen auf das Gerät beginnen. Die Presse T-Mobile und One bringen das iPhone 3G nach Österreich iPhone 3G: Ein neuer Stern am Handy-Himmel One Österreich Say hello to iPhone T-Mobile Österreich Das Apple iPhone be T-Mobile Heise News WWDC: UMTS-iPhone mit GPS kommt im Juli BBC News Apple announces cheaper 3G iPhone All Things Digital The 3G iPhone: First Impressions Gizmodo iPhone 3G Pricing and Activation Details: $30 Unlimited Data, Activated In Store Only Wired Developers at WWDC Looking Forward to iPhone 3G Platform Roughly Drafted WWDC 2008: iPhone G3 Revealed
WWDC’08
Gestern war Keynote. Wer mag, kann sich das in voller Länge anschauen. Wer auch für die Zukunft gerüstet sein möchte, für den gibt es jetzt auch einen Podcast von Apple, in dem alle Keynotes gesammelt werden. Wie immer kann dieser über iTunes abonniert werden. Zusammenfassungen gibt es schon genug, ich muss mir die Keynote noch anschauen, aber die großen Ankündigungen haben ja einige Zeit gedauert im Verlauf der Keynote. Die Ungeduld der mitbloggenden Presse spiegelt sich in manchen Live-Blogs gut wieder. Ars Technica Apple announces Snow Leopard, MobileMe, new iPhone at WWDC Ars at WWDC ’08: Live keynote coverage here! Engadget Steve Jobs keynote live from WWDC 2008 TUAW – The Unofficial Apple Weblog TUAW Meta-Liveblog of WWDC 08 Keynote Appleinsider Apple posts WWDC 2008 keynote stream Live coverage notes from Apple’s WWDC 2008 Keynote Wired WWDC Keynote: Steve Jobs Announces a $200, 3G iPhone CNet Live blog: Steve Jobs at WWDC 2008 Gizmodo Apple WWDC Liveblog Coverage Tech Trader Daily Apple Unveils iPhone 3G; $199 at 8 GB; Has GPS; Ships July 11; MobileMe Email Replaces .Mac; 6M iPhones Sold Apple WWDC’08 Keynote Address
Ein bewegtes Ich
Auf der gestern statt gefundenen Keynote Speech hat Steve Jobs neben dem iPhone den Nachfolger von .Mac, die Mobile Me Web Services, vorgestellt. Ich war vor ewigen Zeiten Mitglied bei .Mac, nachdem ich mich schon für die iTools registriert hatte, und habe irgendwann den Account ruhend gestellt. Ich habe damals überwiegend den angebotenen Mailclient benutzt. Viele andere Funktionen standen noch nicht in den Versionen zur Verfügung, wie sie es jetzt tun, die Integration von .Mac in OS X war ebenso nicht so eng. Einzig positiv ist, dass Apple meinen Login und Benutzer nie gelöscht hat, so dass ich jederzeit meinen Account reaktivieren könnte. Mobile Me wurde angekündigt als „Exchange for the rest of us“. Ein Service, der eine beliebige Anzahl von Clients – Macs, PCs, iPhones und iPod touch – über einen Push Dienst miteinander verknüpft, so dass Daten aus Kalender, Mail und Adressbuch mit allen aktuellen Änderungen immer auf allen Geräten wie auch am mitgelieferten WebClient von Mobile Me verfügbar sind. Ein eingeschaltetes Gerät vorausgesetzt dauert es ein paar wenige Sekunden, um die Änderungen zu verbreiten. Dazu kommen Funktionen wie die Gallery und die iDisk, die auch schon unter .Mac in ähnlicher Version zur Verfügung standen. Verschwunden sind die iCards, die unter .Mac zur Verfügung standen, wie auch die .Mac Groups. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass sie die iCards zugunsten der in Apple Mail integrierten Mailtemplates fallen gelassen haben, die in ähnliche Möglichkeiten bieten. Schade ist natürlich, dass Mobile Me immer nur im Rahmen des Apple Universums existiert, …
Schneeleopard
Die gestrige Eröffnungsrede von Steve Jobs anlässlich der WWDC’08 wurde von ihm auch dafür genutzt, den Namen der kommenden Mac OS X Version zu verlautbaren, „Snow Leopard“. Nähere Details zum System gab es dann erst später, am kalifornischen Nachmittag und in unserer Nacht. Die spärlichen Details, die Apple veröffentlicht hat, lassen für’s erste darauf schließen, dass der Schneeleopard eine nahe Verwandtschaft mit dem Leoparden aufweist. Ein Kommentar auf Ars Technica zieht den gleichen Schluss: „But, knowing it’s going to be a more polishing release, the name is cute and shows that. Leopard -> Snow Leopard sounds like a tweaking.“ Comment by richi3 Der Schneeleopard als verwandte Art des Leoparden. Die Features, die angekündigt wurden, sind in meinen Augen allerdings sehr interessant. Wenn man mitdenkt, dass sich der Schneeleopard noch ungefähr ein Jahr Zeit lässt, bis er einläuft, optimiert ist für Berechnungen über die GPU, besseres Threading und bessere Unterstützung von Mehrkernprozessoren mitbringt, und zur gleichen Zeit Intel geplant hat, die nächste Prozessorgeneration Nehalem sowie auch das mir noch immer etwas rätselhafte GPU-Projekt Larrabee abgeschlossen haben möchte (siehe Präsentation), dann sollte das eine verdammt interessante neue Generation von Apple Rechnern geben. Und diese wäre dann verdammt gut aufeinander abgestimmt. Ich gehe im Augenblick auch noch davon aus, dass da noch einiges an Features hinzukommen wird, wohl aber nicht Features im Format von Time Machine oder Spaces. Apple Mac OS X Snow Leopard Appleinsider Apple previews Mac OS X Snow Leopard with QuickTime X Heise News WWDC: OS X 10.6 versteht sich …
Meine Güte…
Es ist interessant, worauf Entwickler kommen, wenn es darum geht, Möglichkeiten auszuloten. Goosh, die Google Shell, ist genau so ein Fall. Eine in AJAX, einer der im Augenblick angesagtesten und modernsten Web Technologien, geschriebene Shell. Ein Command Line Interface für Google. Eine der ersten Möglichkeiten, auf Computer zuzugreifen, die erste nach der Lochkarte, trifft eine der aktuellesten Lösungen, im Netz zu suchen. Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie man auf die Idee kommt, eine Shell für eine Suchmaschine zu entwerfen und umzusetzen. Was ist das Ziel dahinter? Welchen Zweck verfolgt man damit? Einfach, weil es möglich ist, das zu tun? Es ist noch dazu sehr elegant gemacht, sehr Unix-ähnlich. Alle wesentlichen Elemente einer Shell sind enthalten. Mehrsprachigkeit ist ebenfalls möglich. Die Google Shell ist in vielen Dingen der klassischen Unix Shell angenähert, bash zum Beispiel. Um zu sehen, wie das Ganze funktioniert, ist es am einfachsten, „help“ als Befehl in die Kommandozeile einzugeben. Die präsentierte Liste von möglichen Befehlen ist in keinem Fall zu kurz und ermöglicht, auf zahlreiche Funktionen von Google zuzugreifen. Von einer normalen Suche, die immer die ersten 4 Treffer ausgibt, bis zur „I feel lucky“, Übersetzungen und ähnliches ist alles möglich. CNet News Goosh: A retro Web app with cutting-edge interface
Journalistische Rechenkünste
Ich bin immer wieder verwundert darüber, welche Ausbildung JournalistInnen in Österreich absolvieren müssen, um zu Glanzleistungen wie 60 weniger 48 ist 20 zu kommen. Und darüber, wie die Qualitätskontrolle (alias Lektorat) von Pressetexten aussieht. Aber so lange Word keine Fehlerkorrekturen für in den Text inkludierte Rechnungen anbietet, wird es immer wieder zu solchen kleineren Verwirrspielen kommen. Genauer Wortlaut der Passage: Beträgt (des PKW-Verkehrs) Anteil am privaten Verkehrsaufkommen heute fast 60 Prozent, könnte er im Jahr 2020 auf 48 Prozent sinken. Das wäre ein Rückgang um 20 Prozent. Die Presse Prognose: Weniger Pkw, mehr Fahrräder
OLPC v2.0
Ich habe mir gelegentlich überlegt, wie ein Gerät aussehen könnte, dass so flexibel wie möglich Ein- und Ausgabe mit vielfältiger Benutzbarkeit verbinden könnte. Für diesen Zweck die Form eines Buches, um genau zu sein, eines Diptychons zu wählen scheint ziemlich genial zu sein. Zwar ist damit die Verwendung des Geräts im Stehen, um darauf zu schreiben, nicht mehr ganz so einfach wie wenn man eine einfache Platte in der Hand hielte – eine Platte liegt immer eben vor einem und nicht in einem Winkel wie ein in einer Hand am Falz gehaltenes Diptychon – dafür bietet die gewählte Form genau jene Möglichkeiten, die man von Buch oder Collegeblöcken gewöhnt ist, wie auch die Möglichkeit, einen virtuellen Laptop daraus zu kreieren, indem man ein Display als Tastatur benutzt. Dass man damit einen etwas harten Anschlag beim Schreiben hätte, wenn man mit seinen Fingern direkt auf einem Bildschirm trommelt, sei einmal dahingestellt. Nachdem man aber, wie auf den Bildern in den Artikeln gezeigt, zwei Touchscreens hat, könnte man mit einer entsprechend qualitätvollen Handschriftenerkennung hier tatsächlich wie mit einem Notizblock arbeiten, wenn man das wünschte. Die gewählte hybride Form aus Buch (eBook) und Laptop, aus Wachstäfelchen und Collegeblock, eine Zusammenführung, ein Best-Of von Schreib- und Lesemedien, scheint mir auf den ersten Blick nach einer optimalen Lösung zu greifen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Implementation entsprechend gut erfolgt, damit die Software das hält, was die Hardware verspricht. Heise News OLPC-Initiatorin entwickelt neues Notebook-Display Projekt One Laptop per Child stellt „XO-2“ vor Gizmodo OLPC XO Laptop …
Öfters mal in die Kirche
In die Kirche gehen kann, zumindest nach offizieller katholischer Meinung, der Seele nicht schaden. Falls man sich im Falle eines Kirchengangs auf Hochämter und große Feste beschränkt, kann man mit Drogen in Kontakt kommen, solange der Priester darauf bedacht ist, nur den guten, echten Weihrauch zu benutzen. Telepolis Weihrauch ist eine psychoaktive Droge
Olympisches Ab-Fackeln
Die diesjährige Ausgabe des olympischen Fackellaufs ist problemdurchsetzt wie selten zuvor. Selbst 1936, als die Fackel zum ersten Mal durch die Lande gelaufen wurde, gab es weniger Probleme als dieses Mal. Jetzt wehrt sich schon Mutter Erde, dass dieser Fackelzug endlich zu einem Ende kommt, und bebt. Die Unterbrechung währt diesmal drei Tage. Ich finde es aber noch immer spannend, dass kaum eine Zeitung darüber berichtet hat, dass dieser Fackellauf lebender Rest von Nazi-Propaganda ist. BBC news The Olympic torch’s shadowy past Kurier Japanische Mönche boykottieren Fackel [Update] Die FAZ hat inzwischen noch einen weiteren interessanten Artikel („Ganz und gar ein politisches Unternehmen„) zu den Spielen von 1936 veröffentlicht, in dem sehr stark auf den damaligen Widerstand gegen die nationalsozialistisch geprägte Veranstaltung hingewiesen wird.
