Toter als tot

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Der Wiener, glaubt man der Überlieferung, liebt den Tod. „Der Tod, das muss ein Wiener sein„, hat Georg Kreisler schwarzhumorig gesungen. Die Hemmschwelle, etwas gegen den Tod zu schreiben, liegt hoch in Wien, und noch höher die Schwelle, das knöchern bleiche Antlitz des Sensenmannes nicht oft genug in einem Satz zu erwähnen. Den Titel des Artikels würde ich mir unter Umständen noch einreden lassen, aber dann den ganzen Text hindurch auf der Leiche des toten Sohnes herumzureiten, geht dann doch zu weit. Eine Tautologie hat ja etwas gutes, aber wenn es in Richtung Pleonasmus kippt, und die tote Leiche ist ein klassisches Beispiel, dann kann von gutem Stil keine Rede mehr sein. Gerade Wien hätte doch allerhand bedeutungsschwangere Synonyme für den Tod und das dazugehörige Adjektiv hervorgebracht… Die Presse Britisches Paar sprang mit totem Sohn in den Tod

Tiere sind eine schreckliche Seuche

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Ich bin mir der Gefahr bewusst, der ich mich aussetze, wenn ich tagtäglich in der Früh meinen Fuß vor die Tür setze, selbige hinter mir schließe und mit dem Rad über den Rennweg fahre, vorbei an vor sich hin stauenden, stinkenden Blechkolonnen. Geht man nach der Presse, kann ich froh sein, mich nicht in der Natur aufhalten zu müssen. Dort wird die Luft zwar nicht von Abgasen verseucht, dafür aber das Wasser von Haien und Krokodilen. Stellt sich für mich die Frage, wie sich die Natur mit sich selbst verseuchen kann. Wird mir wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Die Presse Australien: Zufall rettete Touristen das Leben

Wer jetzt?

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Die Presse hat ein Redesign hinter sich, das gleichzeitig auch einige Probleme im Content Management gelöst haben dürfte. Viele Fehler sind verschwunden, andere sind geblieben. Jene eben, die sich im täglichen Gefecht gegen die Zeit viel zu gerne einschleichen. Sun wird jetzt von Oracle gekauft, pfeifen die Spatzen vom Dach. (Und prangt groß auf der Startseite von Oracle.) Gut. Schön für Larry Ellison. Er hat ja genug Geld. Und dass Oracle immer schon gut auf Sun Servern gelaufen ist, ist schon länger bekannt. Dass aber Anfang April Microsoft Sun kaufen wollte, hatte ich bisher noch nicht gehört. Zwar war die Meinung, die viele zu manchen Zeiten von Big Blue, von Apple zu Big Brother hochstilisiert, hatten, nicht viel besser als zumindest meine Meinung von Microsoft jetzt, aber diese zwei kleinen Giganten zu verwechseln, ist schon eine Leistung. Zumal in weiterer Folge korrekt IBM als der Verhandlungspartner von Sun genannt wird. Die Presse Rettung für Silicon-Valley-Legende: Oracle kauft Sun

Einsamkeit

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Entschuldigung, Frau Pöll, aber ich glaube, Sie und Ihr Kollege haben da eine Mengenangabe vergessen. Ich fühle mich zwar gelegentlich allein gelassen, aber so schlimm ist es dann doch nicht, dass von den zirka 500 Millionen EU-Bürgern 499.999.500 das sinkende europäische Schiff verlassen haben. Ich weiß, es ist nur ein Flüchtigkeitsfehler, aber jetzt hab ich mich schon so gefreut, dass die Presse es geschafft hat, online eine Korrektur anzubringen (siehe letzten Eintrag), dass ich mir heimlich wünschend schon gedacht habe, dass dieser auch verbessert wurde. Die Presse Aktionsplan: EU drängt Bürger zum Energiesparen

CO gegen CO2

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Am 26. September dieses Jahres habe ich mich unter dem Titel „Keine Ruhmestat“ darüber beklagt, dass selbst im Rahmen der aktuellen Klimadebatte die chemischen Summenformeln für CO2 nicht mehr korrekt wiedergegeben werden. Dazu habe ich am 31.10.2008 eine Rückmeldung und Klarstellung von Regina Pöll bekommen, die diesen Artikel geschrieben hatte, die ich hier im Rahmen eines offenen Briefes kommentieren möchte. Sehr geehrte Frau Pöll, Sie haben mir am 31.10.2008 folgende Rückmeldung auf meine Kritik zu Ihrem Artikel „CO2-Speicherung: Europas Klimaproblem ist lösbar“ geschrieben: Regina Pöll wrote: Sehr geehrter „mask“ – wer immer sich dahinter verbirgt; da ich gerade über Ihre Kritik an meinem CO2(!)-Artikel stolpere: Tatsächlich ist der Artikel im Print ausschließlich mit CO2 (und nicht etwa CO) erschienen – und für die Printfassung bin ich verantwortlich. Offenbar ist beim Übersetzen der Printversion in die Onlinefassung die niedriger gestellte „2“ mehrmals verloren gegangen. schlicht ein Technik-Problem, aber jedenfalls gut zu wissen. Ich darf Ihnen versichern, den Unterschied zwischen CO2 und CO zu kennen … herzliche Grüße! Regina Pöll Ich möchte mich auf diesem Weg bei Ihnen für das vorgefallene Missverständnis, das nach Ihrer Aussage auf einer problematischen Konvertierung des Textes, speziell der Subskripte, beruht und daher ein technisches Problem ist, entschuldigen und Ihnen mitteilen, dass ich davon ausgegangen bin, dass Sie den Unterschied zwischen Kohlenmonoxid und -dioxid kennen. Meine Kritik, die ich in verschiedener Form schon öfters auf diesem Weblog geäußert habe, liegt im Wesentlichen darin, darauf hinzuweisen, wie viele Fehler sich gerade in den Online-Ausgaben der großen österreichischen Tageszeitungen …

Gebühren-Kippung

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Das GIS ist in Österreich nicht gerade die beliebteste Institution. Im Augenblick hat sich die Debatte über abzuführende Rundfunkgebühren für einen Computer mit Internetanschluss in Deutschland wieder verstärkt, wie Heise berichtet, da ein Richter des Verwaltungsgerichts Münster die Gebühren für private Nutzung eines Internet-PCs erstinstanzlich gekippt hat. Womit die Rechtslage nicht mehr ganz so klar scheint wie zuvor. In Österreich ist vor einiger Zeit bekannt geworden, dass das GIS inzwischen auch schon für Computer mit Internetanschluss Geld sehen will. Das hat sich ein Programmierer mit Herz nicht gefallen lassen, weshalb dieser versprochen hat, notfalls bis zum Höchstgericht seinen Fall durchjudizieren zu lassen. Die GIS selbst ist ja der Meinung, dass sie rechtens handelt, wie sie in ihren FAQs darlegt. Wer wirklich recht hat, bleibt vorerst noch Auslegungssache. Diskussionen zur Auslegung gibt es zur Genüge, unter anderem bei der PPÖ. Das Problem bleibt, dass man bis zu einem Rechtsentscheid noch ein wenig warten wird müssen und bis dahin nur hoffen kann, dass man keinen unangemeldeten, unerwünschten Besuch bekommt. (Nein, ich spreche nicht von den Zeugen Jehovas. Die sind aber ähnlich aufdringlich.) Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Computer mit Internetanschluss keine Rundfunkempfangseinrichtungen sind.

Keine Ruhmestat

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Da hat sich Frau Korrespondentin Regina Pöll von der Presse nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Es ist ja üblich, chemischen Bezeichnungen wie Kohlendioxid direkt die Summenformel, wie CO2, folgen zu lassen. Daran gibt es wahrlich nichts auszusetzen. Wenn man aber aus dem, im Zuge der Klimadebatte wahrlich schon tausendfach gebrauchten Kohlendioxid Kohlenmonoxid macht, also CO, ist das eher peinlich. Wenn das dann noch mehrfach in einem Artikel passiert, weiß ich auch nicht mehr weiter… Gesehen (wie schon fast üblich) in der Presse: CO2-Speicherung: Europas Klimaproblem ist lösbar

Rechtschreibung?

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Traurig schaut er, der Molterer Willi, auf diesem Foto. Kein Wunder, umgeben von so vielen Fehlern. Ich bin mir ja nicht sicher, woran die Journalistin oder der Journalist bei dem Artikel gedacht, als er ihn geschrieben hat. Anscheinend waren aber die Gedanken woanders gewesen, denn die kleinen Rechtschreibfehler, die sich hier eingeschlichen haben, wären sonst aufgefallen. Hätten auffallen müssen! Ich weigere mich noch immer zu glauben, dass die JournalistInnen der Presse in den letzten anderthalb Jahren jegliches Wissen über deutsche Rechtschreibung vergessen haben. Ich sollte diese Aussage einmal überprüfen, aber die Blogs, die ich üblicherweise lese (siehe Links), weisen bei weitem weniger Rechtschreibfehler auf, als die Presse… nicht, dass andere Tageszeitungen so viel besser wären. Die Presse Wahlkampf-Kosten: VP-Landesgruppen proben Aufstand

Journalistische Rechenkünste

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Ich bin immer wieder verwundert darüber, welche Ausbildung JournalistInnen in Österreich absolvieren müssen, um zu Glanzleistungen wie 60 weniger 48 ist 20 zu kommen. Und darüber, wie die Qualitätskontrolle (alias Lektorat) von Pressetexten aussieht. Aber so lange Word keine Fehlerkorrekturen für in den Text inkludierte Rechnungen anbietet, wird es immer wieder zu solchen kleineren Verwirrspielen kommen. Genauer Wortlaut der Passage: Beträgt (des PKW-Verkehrs) Anteil am privaten Verkehrsaufkommen heute fast 60 Prozent, könnte er im Jahr 2020 auf 48 Prozent sinken. Das wäre ein Rückgang um 20 Prozent. Die Presse Prognose: Weniger Pkw, mehr Fahrräder