Toter als tot

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Der Wiener, glaubt man der Überlieferung, liebt den Tod. „Der Tod, das muss ein Wiener sein„, hat Georg Kreisler schwarzhumorig gesungen. Die Hemmschwelle, etwas gegen den Tod zu schreiben, liegt hoch in Wien, und noch höher die Schwelle, das knöchern bleiche Antlitz des Sensenmannes nicht oft genug in einem Satz zu erwähnen. Den Titel des Artikels würde ich mir unter Umständen noch einreden lassen, aber dann den ganzen Text hindurch auf der Leiche des toten Sohnes herumzureiten, geht dann doch zu weit. Eine Tautologie hat ja etwas gutes, aber wenn es in Richtung Pleonasmus kippt, und die tote Leiche ist ein klassisches Beispiel, dann kann von gutem Stil keine Rede mehr sein. Gerade Wien hätte doch allerhand bedeutungsschwangere Synonyme für den Tod und das dazugehörige Adjektiv hervorgebracht… Die Presse Britisches Paar sprang mit totem Sohn in den Tod