Bewerben verboten

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Mir ist bewusst, wie beliebt die letzte Staffel von Germany’s Next Topmodel von Heidi Klum war. 8000 Menschen bei der Abschlussveranstaltung in der KölnArena sind Zeichen genug. Mir war nicht bewusst, wie sehr die „Wenn ich nicht gecastet bin, existiere ich nicht“-Welle die gesellschaftliche Wahrnehmung von beruflicher Leistung schon verändert hat. C&A veranstaltet für seine Lehrlinge ein Casting – kein Bewerbungsverfahren – und nennt das Fashionmania. Wie kann man sich das vorstellen? Sitzen drei Jury-Mitglieder, die hauptberuflich nicht bei C&A angestellt sein dürfen, vor dem Bewerber, der T-Shirts und Pullis zusammenlegen oder ins Regal hängen muss? Dem aufgetragen wird, mit einem Mysteryshopper ein Beratungsgespräch über die mögliche Hautunverträglichkeit von Farbstoffen zu zelebrieren? Das wird dann wahrscheinlich auf den internen Monitoren an alle MitarbeiterInnen übertragen, die dann abstimmen müssen, wer den Sieg davonträgt, kurz, den Job bekommt. Sie gestehen sich und der Welt damit aber ein, dass Bewerbungsverfahren im üblichen Sinn für den Bewerber ohnehin nur ein Glücksspiel sind, in dem dieser nie erfährt, aus welchem Grund seine Bewerbung abgelehnt wurde. Gesehen vor der C&A Filiale auf der Wiener Mariahilferstraße.

Zu viel

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Irgendwann heute kam mir die Idee, wieder zu versuchen, Haikus zu schreiben. Ein Haiku pro Tag, wenn möglich. Ich werde mich bemühen. Aber im Allgemeinen bin ich bei Versprechen mir gegenüber leider nicht gerade für meine Zuverlässigkeit bekannt. Einhundertzwei und Vierzig Kilometer pro Stunde war zuviel.

Mehr Platz braucht der mask

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Meinem MacBook, das inzwischen fast 2 Jahre auf den Chips hat, ist in letzter Zeit zunehmend die Luft der Platz ausgegangen. Nachdem die Garantie schon vor einem Jahr erloschen ist, habe ich mich jetzt dazu durchgerungen, eine neue Festplatte anzuschaffen, um dem Platzmangel effektiv zu entgehen. Ich habe selbiges auch schon mit meinem alten Titanium Powerpook G4 angestellt, bei dem diese Prozedur ein Herumgepfriemel sondergleichen war, um die ganzen Dämpungselemente und Gumminoppen, die um die Festplatte bei den Schrauben angeordnet waren, wieder an den angestammten Platz zu bugsieren. Das MacBook ist anders. Apple schreibt selbst, wie es geht (pdf). Batterie raus, drei Schrauben auf, Deckel entfernen, Festplatte an der Lasche rausziehen, den Deckel mit der Lasche auf die neue Festplatte schrauben, Festplatte wieder reinschieben, Deckel wieder drauf, drei Schrauben anziehen, Batterie rein, fertig. Ruck zuck. Dann das System per Time Machine Restore wieder zurück auf die Platte. Elegant und einfach und alles sieht aus wie zuvor. Nichts mehr lästig hin und her schaufeln an Daten oder neu installieren, wenn man nicht mag. Im übrigen habe ich die alte 100GB Platte gegen eine 320GB Platte ausgetauscht.

Gewitterstimmung

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Im Augenblick geht Wien ein wenig unter. Die laut ZAMG angekündigten Böhen bis 90km/h und starke Gewitter scheinen zumindest nur im zweiten Punkt haltbar, die 90 km/h sind irgendwie untertrieben. Die Webcams zeigen leider nicht gerade viel: Der Rathausplatz: [Update] Laut Presse wurde zum Zeitpunkt der obigen Fotos der Rathausplatz und die Fanzone gerade geräumt. Dabei soll es auch Verletzte gegeben haben. Der Blick vom Rathaus nach Süden ist auch nicht gerade großartig: Und direkt in meiner Nachbarschaft, beim Gasometer, schaut es auch nicht besser aus.

Goodbye Siebenviertel

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Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass siebenviertel nur noch online war. Es war so wie mit meinem Blog. Irgendwann kam der Punkt, an dem Sand in das Getriebe gekommen war, irgendwann war nur noch Sand, ohne Getriebe. Ab da ging nichts mehr. In meinem Fall waren es die Ausreden Servertransfer und Providerwechsel und das Umsteigenwollen auf ein neues Bloggingtool, die zu dem anderthalbjährigen Aus geführt haben. Siebenviertel ist irgendwann 2007 verschwunden. Endgültig. Siebenviertel war für mich immer eine Erzählung zum jeweiligen Tag, demselben entbunden, angesiedelt im Einheitsgrau zwischen Realität und Fiktion, in ein ständiges Changieren von Abgrund nach Abgrund verfallen. Geblieben sind die Geschichten, die sich ins Archiv retten konnten. Siebenviertel@archive.org PS: Manche Seiten sein mit ISO latin 1 anzuschauen.

Aufstieg

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Gestern auf der Rax gewesen. Gemeinsam mit einem guten Freund in der Früh losgefahren, nach Prein und von dort losmarschiert. Mit uralter Karte, die aber immer noch so halbwegs gestimmt hat. Nachdem Odin und Konsorten ordentlich beschworen wurden, hat es dann beim Aufstieg auch schön zugezogen und, erstaunlich, nicht zu regnen begonnen. Dafür die Kamera mitgehabt und einige Bilder geschossen. Von Nebelfetzen und Wolkenhimmel. Irgendwann leider auf eine Bergautobahn gekommen und weiß Gott wie vielen Leuten begegnet. In Halbschuhen, beim Abstieg dann mit Regenschirmen. Weil es dann doch zu Regnen begonnen hatte. Allerdings keinen unangenehmen, kalten Regen mit viel Wind, sondern halbwegs warmer Sommerregen, ohne Wind, dafür mehr Schlamm und Gatsch weiter unten, als wir wieder in den Wald gekommen sind. Kurz die Regenjacke angehabt, dann wieder ausgezogen, weil es schon egal ist, ob du vom Schweiß durchnäßt bist oder vom Regen. Und Regen sich eindeutig besser auf der Haut anfühlt als Schweiß. Vor allem diesen auch gleich wieder wegwäscht, den Körper wunderbar kühlt und so das Gehen gleich viel angenehmer wird. Auch wenn man dann ständig von irgendwelchen Leuten komisch angesprochen wird, weil man ja naß wird. Als wenn die komischen Regenjacken länger als 5 Minuten trocken halten, die die da anhaben. Würd mich wundern. Als solches, lieber naß und angenehm, als trocken und durchgeschwitzt. Und trotzdem naß. Aber das sehen die meisten ja nicht mehr. Überhaupt seltsam, daß so gar kein Wind gegangen ist. Oben auch noch ein paar Schneeflecken gesehen. Heuer auch kein Wunder. Paßt irgendwie zu …

Mitternachtsradfahrt

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Vom Neugebäude in Simmering heimgefahren, über die Prater Hauptallee. Ungefähr um halb zwölf los, dann kaum mehr einen Menschen gesehen. In der Allee, hell erleuchtet von den Straßenlaternen. Niemand weit und breit, nur ein paar Lichter langsam schaukelnd weiter vorne. Dahinter noch eines. Hufgeklapper beim Näherkommen. Meine Reifen, Slicks, machen kaum Fahrgeräusch. Ein einsamer Fiaker sitzt am Kutschbock, müde dreinblickend. Machen die so lang Dienst in der Stadt? Dahinter noch einer. Und noch ein dritter und, ein wenig später, noch ein vierter. Bin mir vorgekommen wie ein Jahrhundert früher, da war der Prater allerdings gerade erst für die Öffentlichkeit geöffnet worden. Aber sicherlich Fiaker in größerer Zahl, auch am Sonntag um halb zwölf. Kurz vor Mitternacht.

Durchsage

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Heute in der Früh in der U-Bahn gesessen, als es plötzlich aus dem Lautsprecher kam: „Hier spricht der Fahrer. Ich wünsche ihnen einen guten Morgen und eine angenehme Woche.“ Dann war es wieder still. …bitte?… war meine erste Reaktion darauf. Hatte ich noch nie erlebt, daß es auch freundliche Fahrer gibt, und daß sie dies auch auf diesem Weg kundtun. Ich habe mich gefreut… als die erste Verwirrung verflogen war.

Wahltag

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Ich muß sagen, heute kann sich schon sehen lassen. Erst einmal wählen gegangen, Bundespräsidentenwahl. Erstaunlich, was für leute heute so brav wählen gegangen sind. Im Anschluß den 280. Geburtstag von Immanuel Kant bei einem Brunch bei mekka gefeiert. Ziemlich lang, muß ich sagen, was, fast üblich, mit einem Auspacken seines alten Commodore 64 geendet hat und wir ein paar Runden Space Taxi und Ultimate Tron II gespielt haben. Und übrigens: Kill Bill Vol. 2 find ich ziemlich genial, wenn auch recht untypisch Tarantino. PS: Ich hatte garnicht gewußt, daß einer der Kandidaten zur österreichischen Bundespräsidentschaft ebenfalls an meinem Geburtstag, wenn auch ein wenig früher, zur Welt gekommen ist.