Supermoon, Blue Moon, Bloodmoon

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Fotografinnen und Fotografen finden immer was zu tun, wenn sie vom Himmel dabei unterstützt werden, umso besser. Am 31.1. gab es ganz besondere Hilfestellungen: ein Supermoon hat sich angekündigt, der gleichzeitig auch ein Blue Moon war und ein Blood Moon: #superbluebloodmoon

Klingt toll, aber was heißen die Anglizismen überhaupt?

Der Mond bewegt sich auf einer elliptischen Bahn, das heißt, dass er bei Vollmond mal etwas näher, mal etwas weiter weg steht. Je näher er kommt, umso größer erscheint er am Himmel und umso mehr Super wird der Mond. Ein Blue Moon, oder Zwillingsmond, tritt immer dann auf, wenn in einem Monat zwei Vollmonde zusammentreffen. Blood Moon ist eine gängige englische Bezeichnung für eine totale Mondfinsternis: da sich während einer Mondfinsternis der Mond dunkelrot verfärbt, firmiert er gerne unter Blutmond, weil’s halt so hübsch aussieht. Natürlich gibt’s dazu auch gleich eine moderne Prophezeiung, die gleich das Ende der Zeiten und den Weltuntergang versprach.

Für den Weltuntergang war keine Zeit, ich wollte fotografieren. Schon zwei Tage vorher kurz ausgekundschaftet bin ich auf den Pfaffenberg oberhalb von Krems-Stein gefahren und habe mir ein hübsches Platzerl recht weit unten in den Weingärten gesucht, mit freiem Blick auf Stein, Krems, die Donau, Mautern, Göttweig und das beginnende Tullner Feld. Und: ich war endlich einmal rechtzeitig da. Dank meiner Lieblings-App TPE (The Photographers Ephemeris) hatte ich alle wichtigen Infos zur Hand: genauer Zeitpunkt des Sonnenuntergangs und des Mondaufgangs (am 31.1. innerhalb von 5 Minuten), wie auch die Stelle, an der der Mond aufgehen würde. Irgendwo zwischen den Steiner Kirchen, dachte ich mir, das gibt was her.

Der Rest war stehen und warten. Die Kameras hatte ich aufgebaut, an der D800 das Weitwinkel, das Nikol 14-24mm f2.8 und an der D810 mein langes Zoom, ein günstiges Tamron 150-600mm f5.6-6.3, mit dem ich bisher immer gute Ergebnisse erzielt habe. Und für den Mond braucht man schon zumindest 500mm Brennweite, damit er ordentlich groß im Bild wird.

Spannend war: während man für den Vollmond üblicherweise Belichtungszeiten um 1/100sek bei f11 braucht, war die Lichtmenge des Mondes direkt bei Mondaufgang gestern nicht relevant für die Belichtung. Das war sicherlich auch dem dunstigen und diesigen Wetter geschuldet; das hat gleichzeitig auch verhindert, dass man den Mond direkt am Horizont sehen konnte. Erst nach 10 Minuten durchbrach der Mond den Dunst und begann sich zaghaft zu zeigen, nach weiteren 5 Minuten war er entschieden zu hell im Vergleich zur Umgebung.

Ich hab es natürlich nicht geschafft, nur den Mond zu fotografieren. Ein paar andere Motive drumherum wollten auch noch fotografiert werden.

Wer war gestern von euch noch unterwegs mit der Kamera?

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