Der Wind weht, wie sie will

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Das Schwierigste am Wegfahren ist das Einpacken: Was soll ich heute mitnehmen? Wenig, soviel steht fest, den ganzen Abend mit der Tasche über der Schulter ist mit der Zeit lähmend. Meine D810, das Sigma Art 35mm f1.4, im Augenblick meine Lieblingskombination, wenn ich einfach so irgendwo hin fahre. Das 35mm ist weit genug, um Umgebung zeigen zu können, und ich kann nah genug herangehen, um Portraits zu machen. Künstler sind selten scheu, da stört das Naheverhältnis zur Kamera nicht. Dazu kommt das Übliche: Notizbuch, Stifte, Visitkarten, Flyer und Co.

Das Mailüfterl findet das zweite Mal während des Steiner Kellergassenfests statt im Marillengarten von Konrad Stania, in Kooperation mit der Fine Art Galerie und Kunstverein Traismauer. Gezeigt werden Arbeiten von Konrad, Johannes Dobner, Daniel Domaika, Jutta Fischel, Leo Kandl, Guido Kunert, Martin Lutz und Günter Wolfsberger, die quer über den Garten verteilt gestellt und gehängt sind.

Ich komme mit dem Rad von Rossatz nach Stein, eine der inzwischen selten gewordenen Gelegenheiten, in Wien war ich dauernd am Rad unterwegs. Eine gute Entscheidung, denn unterwegs ruft Meral an und sagt, dass es kaum Parkplätze in der Nähe gibt. Trotzdem bin ich etwas zu spät, die Vernissage ist bereits eröffnet, als ich ankomme. Während meiner Begrüßungsrunde treffe ich Günther Böck, der mich für 5 Minuten seine Leica S ausprobieren lässt, angesetzt ist das unglaublich angenehme Summicron 100mm f2. Neben mir plaudert Hermann Fischl, einer meiner Lehrer von der Graphischen, den ich gleich fotografiere. Das Bild postet Günther liebenswürdigerweise:

(Aber vielleicht ist es nur einsehbar für seine Freunde.)

Ich beneide Günther ein klein wenig, aber die Leica ist, zumindest im Augenblick, jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten: Die Qualität der Bilder, die Zeichnung, der Dynamikumfang, die Haptik, die aus irgendeinem Grund immer nur Leica so hinbringt, das alles spricht eindeutig für die Kamera.

Den Weg durch die Ausstellung verbringe ich plaudernd, Jutta stellt ihre Augen, am Stiel, vor, die verstreut über den ganzen Garten aufgestellt sind, Konrad verbirgt seine Portraits in einem Baum, Johannes Dobner zeigt in der Gartenhütte Portraits seiner Familie.

Meine fotografischen Eindrücke zeige ich hier:

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