A tiny bit of homegrown: Grove ecosystem

admin Energieleben

Window Gardening ist eine Möglichkeit, wie man zu Hause zu einem frischen Salat kommt und eine gute Ernte hat. Oder man gießt den Blumentopf regelmäßig per Hand und vertraut seinem grünen Daumen. Oder man vertraut zwei MIT-Ingenieuren, die ein kleines Ökosystem entwickelt haben, um Kräuter und Gemüse bei idealen Bedingungen ganzjährig in der Wohnung zu ziehen.

Grove Labs, ein US-Startup aus Massachusetts, hat für das Grove ecosystem gerade eine Kickstarter-Kampagne gestartet, die schon Stunden nach dem Freischalten ausfinanziert war. 35 Tage lang kann man sich noch beteiligen, allerdings ist eine Lieferung nach Europa augenblicklich nicht vorgesehen.

Grove ecosystem © Grove

Aufgestellt wird das Grove ecosystem wie ein Regal an der Wand und teilt sich in mehrere Zonen: unten befindet sich ein Süßwasseraquarium, darüber niedriger, sowie ein variabel hoher Pflanzbereich, jeweils mit eigener Beleuchtung. Die erste Frage: Was soll das Aquarium da? Das Ding nennt sich nicht umsonst Ökosystem: das Konzept nennt sich Aquaponik. Man kombiniert die Aufzucht oder Haltung von Fischen in Aquakultur mit der Kultivierung von Pflanzen in Hydrokultur. Dabei nutzt man die Beziehungen zwischen Bakterien, Fischen und Pflanzen in einem geschlossenen Wasserkreislauf, um zuverlässig frisches Gemüse zu produzieren. Die ammoniakhaltigen Ausscheidungen der Fische fallen zu Boden und werden dort von den Bakterien zu Nitraten umgewandelt, die wiederum als Pflanzendünger dienen. Die Pflanzen nehmen die Stoffe auf und reinigen damit das Wasser, das wieder in das Aquarium zurückfließt.

http://www.youtube.com/watch?v=LzdH6ECb4lQ

Das Grove ecosystem lässt sich über eine Smartphone-App überwachen, individuell steuern und passt seine Umgebung automatisch an die gepflanzten Sorten an. Ein künstlicher Tag-Nacht-Rhythmus wird erzeugt. Per App kann man einen Urlaubs-Modus aktivieren, um die Pflanzen auch bei längerer Abwesenheit gut versorgt zu wissen.

Einzig: ganz billig ist der Spaß nicht. Während der Kickstarter-Kampagne kostet das ecosystem 2.700$, danach soll der Preis um 4.500€ liegen.

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